Archive for September, 2008

no hurry?

Well it looks like even some very expensive properties will become more affordable in the very central areas of Berlin…according to Deutsche Welle and Tagesspiegel reportages…fall-out from financial institutions debacle?

Weniger Verkäufe, fallende Preise

Der Berliner Immobilienmarkt muss wegen der Finanzkrise mit deutlichen Rückgängen kämpfen. Anzeichen, dass Privatkunden von ihrer Bank keinen Kredit mehr für den Immobilienerwerb bekommen, gibt es aber nicht.


Die Umsätze am Berliner Immobilienmarkt gehen deutlich zurück. Wie gestern berichtet, drückt das auch die Preise. Dies bestätigt der Chef des Berliner Gutachterausschusses Reiner Rössler: „Die Internationale Finanzkrise wird mit Sicherheit auch Berlin treffen“, sagte er. Die genauen Auswirkungen auf die Preise seien gegenwärtig aber noch nicht zu beziffern. Die Zeichen der Baisse seien jedoch im Bericht zum ersten Halbjahr 2008 abzulesen: Der Umsatz beim Verkauf vermieteter Wohn- und Geschäftshäuser ging um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Auch die Zahl der verkauften Objekte ging zurück – um 47 Prozent.

Bei dem Wohnungs- und Teileigentum sei auf dem Berliner Markt dagegen eine leichte Zunahme von Verkäufen in Höhe von zehn Prozent festzustellen. Auch der Geldumsatz sei gestiegen. Daraus sei jedoch kein Rückschluss auf höhere Preise möglich, betonte Rössler.

Der Vorstand des Maklerverbandes IVD bestätigte, dass „die Blase auf dem Berliner Immobilienmarkt geplatzt ist“, so Dirk Wohltorf. „Die Preise von Wohn- und Geschäftshäusern gingen um 15 bis 20 Prozent gegenüber den Höchstständen vor zwei Jahren zurück“, schätzt er. Noch seien die Preise von Eigentumswohnungen stabil. Hier gebe es bei finanzierenden Banken keine Anzeichen dafür, dass sie Privatkunden keine Kredite für den Erwerb von Immobilien mehr geben würden. Andere Marktbeobachter sprechen von Preisrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent.

Der für europäische Investmentmärkte zuständige Chef des Beraterhauses Jones Lang Lasalle bestätigte: „Deutschland zählt neben Frankreich und Großbritannien zu den am stärksten von der Krise betroffenen Märkte“, sagte Tony Horrell. Das Geschäft mit Immobilien sei in diesem Jahr um 50 Prozent gesunken. Probleme entstünden vor allem beim Handel mit großen Immobilien-Paketen, die häufig von mehreren Banken zusammen finanziert würden. Solche Finanzierungen ließen sich infolge der Krise nur schwer realisieren. ball

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.09.2008)

Finanzkrise erreicht Berlin: Immobilienpreise stürzen ab

Immobilienbesitzer in Berlin müssen sich auf einiges gefasst machen: Experten erwarten einen Wertverfall von bis zu 50 Prozent in diesem Jahr. Investoren mit US-Krediten stehen unter Druck. Die erste große Pleite eines Fonds gilt als Alarmsignal.

Die internationale Finanzkrise wird Berlin mit Wucht treffen. Die Preise von Bürohäusern und Wohnimmobilien sind bereits in den vergangenen Monaten um 30 bis 50 Prozent gesunken. Das sagen Experten dem Tagesspiegel. Da ein Teil dieser Immobilien mit Krediten der inzwischen insolventen Investmentbank Lehmann Brothers oder anderen ebenfalls in Not geratenen Investmentbanken bezahlt wurden, geraten deren Schuldner zunehmend in Zugzwang. Denn Experten erwarten, dass die angeschlagenen US-Banken auf die Rückzahlung von Darlehen drängen und keine weiteren Gelder mehr zur Verfügung stellen.

„Wir müssen uns daran gewöhnen, dass auch in Berlin der Wert von Immobilien mit den Kapitalmärkten stark und schnell schwankt“, sagt Frank Orthen. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Firma City-Report berät internationale Unternehmen, die in Berlin investieren. Orthen zufolge haben die Preise für Geschäftshäuser und Wohnimmobilien um 50 Prozent nachgegeben.

Ähnliches meldet der Vorstandschef der Deutschen Grundstücksauktionen: „Die Preise sind bei Wohnhäusern um ein Drittel gefallen“, sagt Hans Peter Plettner. Auch gebrauchte Eigentumswohnungen verlören an Wert. Betroffen seien auch gute Lagen im Südwesten: Während Eigentumswohnungen in Grunewald oder Westend noch vor wenigen Monaten von Maklern für bis zu 2100 Euro pro Quadratmeter angeboten wurden, würden sie heute ab 1400 Euro verkauft.

Beide Experten beschreiben den Berliner Immobilienmarkt aber weiterhin als „kerngesund“. Am deutlichen Wertverfall sei jedoch erkennbar, dass die spekulative Blase nun platze. Sowohl Plettner als auch Orthen sprechen zwar von einer weiterhin guten Nachfrage. Allerdings prüften Interessenten die Angebote sehr genau und pickten sich aus den vielen Objekten am Markt „die Rosinen heraus“. Zudem sei der Käuferkreis kleiner.

Ernste Schwierigkeiten erwarten die Experten bei Schuldnern aus den USA und Großbritannien, die ihre Einkaufstour in Berlin mit Krediten des insolventen Investmenthauses Lehmann Brothers bezahlten. Dieses ist Orthen zufolge in Berlin „mit rund einer Milliarde Euro“ direkt oder indirekt an Immobilieninvestitionen beteiligt. Ebenfalls bei vielen Berliner Geschäften mit Milliardensummen von der Partie: die von der Krise getroffenen, früheren Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley.

Als möglicher Vorbote künftiger Entwicklungen gilt in der Branche die vor kurzem bekannt gewordene Insolvenz der in Berlin gemeldeten Fonds Level One. Dieser hatte sowohl in Dresden als auch in Berlin Wohnungen in großer Zahl erworben. Das dazu erforderliche Geld hatten die Manager zum großen Teil von Banken ausgeliehen. Doch die Investoren haben sich verschätzt: Die Mieten reichten nicht aus, um die Zinsen für diese Kredite zu bezahlen. Hinzu kamen hohe Kosten für die Verwaltung der Objekte. Deshalb meldeten die Firmen Level One und Tochterfirmen beim Amtsgericht Charlottenburg Konkurs an.

Das Problem der Investoren, die mit US-Kapital in Berlin Wohnungen zu Tausenden gekauft haben, ist dasselbe wie in den USA: „Sie sind mit Hubschraubern über Berlin geflogen und haben tausende Wohnungen zusammengekauft“, sagt Orthen. Das sei so lange gut gegangen, wie es genug „billiges“ Geld auf den internationalen Finanzmärkten gab und immer mehr Investoren Wohnungen zu immer höheren Preisen übernahmen. Dieser „Hype“ sei durch die Finanzkrise vorbei. „Wer jetzt verkaufen muss, findet niemanden, der annähernd so viel Geld bezahlt wie vor einem Jahr“, sagt Orthen.

Von der Krise unberührt ist Berlins größte Wohnungsbaugesellschaft GSW, die zwei der größten Finanzinvestoren gehört: Cerberus und Goldmann Sachs. Die GSW habe langfristig laufende Verträge mit 19 Banken abgeschlossen und die Immobilien seien nur zu 60 Prozent mit Krediten belastet, sagte GSW-Sprecher Thomas Rücker.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.09.2008)

Guts feeling

Berlin flat hunters may have googled this article many times (feb 2008), stating that big financial institutions had bought many flats in Berlin. The article was right in predicting a rise in Berlin rents (see previous post). And stating that big financial institutions had been buyers in Berlin: “Cerberus Capital Management and Goldman Sachs’ Whitehall fund have invested 2.1 billion euros since 2004″.

But were these institutions still “long Berlin” in 2008? Could those property be dumped on the market now, if something “went wrong”? According to this Financial Times article, they had sold the property back in 2007. Well, maybe because they wanted a quick buck from the investment, while tenants were happy to remain tenants without morphing into home owners.

It all comes down to your personal investment horizon. Our horizon is well beyond the decade…plus, we love Berlin. Our very personal evaluation of risk is a comparison between our income, the price of flats in Rome and the price of flats in Berlin.

Prices of flats in Berlin=sustainable, plus great city infrastructure. Hence: good value for money.

Prices of flats in Rome=defying gravity, plus poor city infrastructure. Living for your mortgage, no thanks. Hence: too risky.

It’s your personal evaluation of…value that matters in the end.

Rents on the rise in SW Berlin

An interesting article from the Berliner Zeitung…

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/108333/index.php

Apparently rents are on the  rise especially in Charlottenburg, Wilmersdorf, Mitte, above 7 euro per square meter: “Besonders teuer sindWohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf, in Steglitz-Zehlendorf und in Mitte. Dort verlangen die Vermieter in vielen Gebieten Quadratmeter-Mieten über sieben Euro”.

Arbitrage on the rent across Kiez is also becoming more frequent: “In Friedrichshain-Kreuzberg sei eine Entwicklung zu beobachten, die vor Jahren der Prenzlauer Berg durchlebt habe, sagte Heidrich. Die kulturelle Szene habe viele Investoren aufmerksam gemacht, die ihr Geld in die Sanierung von Altbauten gesteckt hätten und nun höhere Mieten verlangten. Dies führe dazu, dass einige Bewohner in preisgünstigere Nachbarbezirke abwandern”.

Interesting comments on the small apartment rents: “Der Trend zur kleinen Wohnung hält in Berlin weiter an, weil die Zahl der Single-Haushalte wachse, sagte Heidrich. Von den 1,9 Millionen Haushalten in Berlin ist derzeit mehr als jeder zweite ein Single-Haushalt (50,7 Prozent). Die große Nachfrage nach kleinen Wohnungen führt dazu, dass diese besonders teuer sind. Für eine Wohnung unter 45 Quadratmetern verlangen die Vermieter im Schnitt eine Miete von 6,65 Euro je Quadratmeter. Mittelgroße Wohnungen von 45 bis zu 90 Quadratmeter werden für 5,90 Euro je Quadratmeter angeboten, größere für 6,25 Euro“.

Still, the spread between rents in Berlin and, say, Italy remains very high. Have a look to these articles in the italian press (available online…):

a) D di Repubblica “FenomenoOh, Berlino!” on the magnetic power of cheaper rents vs other capitals, especially for young parents-to-be;

b) Internazionale n.762 – “Ecco perche’ lascio l’Italia” by Laura Lucchini



safe as townhouses

From DeutscheWelle:

The market for privately owned townhouses in Berlin is booming. Owning a townhouse means short distances to work, no traffic jams and being close to every advantage the city has to offer.

For many well off middle class people owning a townhouse is a dream come true. It’s part of a trend towards reurbanization and it’s big business too: last year 3.5 billion euros was invested in town housing in Berlin’s central district of Mitte.

Another Berlin Real Estate Article…

International Real Estate

http://www.nytimes.com/2008/09/10/greathomesanddestinations/10gh-sale.html?8dpc

The Ideal Neighbourhood List of Criteria

Every morning we would wake up early, pack in our Falk folding paper-navigator, camera, get fuel at one of the excellent breakfast watering-holes in Kreuzberg, and walk a new Kiez. The night before we would have looked up ads and expose’ in order to focus our day on a specific area (remember…Berlin is big!)…for the reality check you must hit the streets.

Little by little our informal list of criteria would emerge. Something she would say, something he would say.

1. Transportation: the Kiez should be connected to the ring formed S-Bahn line S4 and have U- and S-bahn station at hand. You should feel comfortable and safe in your whereabouts.

2. Low noise and pollution: big Autobahn junctions or 6-lanes streets come in handy… or lie just a little bit too close? Berlin is bike-friendly, but distance matters! How is the metro-bike-foot mix?

3. Green areas: green is beautiful or mineral Paris-style is charming? In Berlin Green is MANDATORY!

4. Retail. That’s a nasty one. You want to quickly fetch a bottle of milk, croissants or a bar of soap in a 5-minute-walk radius from home. Still visual pollution from overwhelming chains and inevitable social desertification are a risk. So you want to be in an area rich in local shopkeepers, cafes & bakeries, grocers and a good doner kebab outlet. If you also find:

a) a flower shop, a bookshop

b) a couple of cosy restaurants, “die gemütliche Kneipe, die zu guten Gesprächen animiert”

c) a pet food store

d) more than one hairdresser

chances are that you are snooping around in a very lively neighbourhood. If there is also a

e) Fahrrad station (bycicle shop and repair) then…bingo!

You definitely do not need fast fashion and underwear outlets, american coffee chains selling marketing instead of macchiato, mobile phone pushers or optician supermarkets under your windows!

5. Playgrounds for children are great in Berlin and you will regularly find them like a dotted line around town.

6. A farmers’ market is a fantastic asset, so look out for those!

7. Water. Berlin is very green and very…liquid. The city is no longer turning her back to her rivers and canals, which are now object of much-needed attention. Living near the water is always such a pleasure for the eyes!

8. A village feeling. Is there something like a “piazza” where at different times of the day people transit for different reasons (market, cafes, garden, playground), and that IS NOT A MALL? This sort of piazza generates a feeling of community, security and ultimately, creates the village.

If then, the day of Germany-Turkey you spot flags on the balconies in equal proportion, it’s just perfect!

Well, this list came up little by little, en arpentant la ville, however for a scientific approach you can check out the very exhaustive Monocle list here: http://www.monocle.com/sections/design/Magazine-Articles/Curated-community—Ideal-world

Mitte? Nein, Danke

Well, there’s no empirical evidence. Not much research either. We have absolutely nothing against old Mitte.

It’s full of history and icons, ancien and glitzy architecture. But it’s not our idea of Kiez. It’s overwhelming. It does not fit our very personal Ideal Neighbourhood List of Criteria, ie the Kiez ideal either for living (ie renting) or for spending a few days (B&B or FeWo).

Of course we like adjacent areas, like Moabit, Hansaviertel, Tiergarten… But the pure Mitte, ie the SuperCentre, it’s a bit too central to be called a city village. From Brandenburger Tor to Alexander Platz, there’s simply too much.

There is plenty of info out there if you are a Mitte supporter. An ocean of information. For instance, Viaggi del Sole 24 Ore just published a Berlin guide with plenty of good reasons to buy in Mitte, supported by enthousiastic real estate agents interviews…

Kreuzberg: just looking…and making those phone calls

We stayed in a nice B&B near Viktoria Park in Kreuzberg, close to Platz der Luftbruecke. We knew that Kreuzberg was already defying gravity for the Berlin standard in terms of property prices, nevertheless we were charmed by the beauty of the Viktoria Park area, definitely beautiful and special, with its converted Schultheiss brewery district and with the big advantage of a view on the city from the Berg with the Kreuz!

Chamisso Platz is tres mignonne as well. The Bergmann Strasse is very lively and there are nice restaurants.

Yet, we felt that it was sort of 10 years too late to buy guenstig in Kreuzberg in the areas we liked, or, for some other areas, maybe too soon? Or put it this way…if we were planning to move to Berlin today, we probably would love to live in the brewery district…but we were looking for an investment opportunity cum FerienWohnung, not for a quite expensive new home.

Yet Kreuzberg provided us with an ideal location where we could read property ads and make those calls: the big hall of the Tempelhof airport. Maybe the security guard thought we were verrueckt, but the fantastic architecture of the place, the quiet traffic and the big spaces made us almost whisper in our phones when talking to agents, taking notes sitting next to the mighty columns…hush hush…

Go West!

Maybe because our first impression of Berlin was a view from the west, maybe because we stayed south of Tiergarten back in 2002…Or maybe because we had a sort of imprinting from the local Edeka?…or simply because it seemed definitely not so hype as the east, we decided – as a rule of thumb – to focus our research on the western side of the city. People say Berlin is big as 9 times Paris intra-muros. It was absolutely necessary to narrow the search…and make the most of our 10-days working holiday in Berlin!


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